2. Platz
Gestaltung Glasfront 700 x 600 cm mit Chrombeschichtung
Entwurf „Kunst am Bau“ für das Bauvorhaben Neubau Lehr- und Laborgebäude Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden
nichtoffener Einphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Bauträger: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Dresden II
2021
Finanzierungsrahmen: 125.000 €
Partner: Glasstudio Peters Paderborn
as Glasbild FORESIGHTS betont von außen die Gebäudearchitektur und eröffnet von innen die Leitlinien der Forschung. Es nimmt Struktur und Gestaltung des Bauwerks auf und fügt sich zurückhaltend in die Bauelemente ein. Das Motiv erstreckt sich über den gesamten Eingangsbereich (706 x 624 cm) und zeigt eine abstrahierte Wolkenlandschaft, aus der Türme in die Höhe ragen. Eine bronzierte Chrombeschichtung sorgt für punktuelle Spiegelungen nach außen und innen. So wird der Betrachter Teil der leichten Landschaft – Teil seines eigenen „Leuchtturm-Projekts“.
Die Türme sind durch diagonale Linien verbunden, bilden ein Netzwerk untereinander und kommunizieren die einzelnen Projekte miteinander. Durch eine zurückhaltende Farbwahl und Rasterung passt sich das Kunstwerk der Fassadenstruktur an und strebt wie die Gesimsbänder des Gebäudes gen Himmel. Die Glasarbeit unterstreicht so die Universalität der Hochschule und schafft offenen Raum zum Experimentieren und zur Entfaltung eigener Themen.
In verschiedenen Ansichten entstehen unterschiedliche Lichtwelten: Außen wirkt die Chromschicht in Gold- und Bronzetönen, innen reduziert sie sich auf Silber. Die klare Innenfarbe im Foyer ermöglicht Studierenden Raum für eigene Gestaltung und Präsentation. Außen leuchtet die goldene Chromoberfläche, veredelt von transparentem Blau und opakem Weiß.
FORESIGHTS vereint klassische und moderne Glasverfahren: Die zeitlose Glastechnik trifft auf zeitgenössische Chromverarbeitung. Diese Verschmelzung passt zur HTW Dresden, die bewährte Techniken aufgreift und zu innovativen Experimenten weiterentwickelt. Der Blickwechsel des Betrachters – von außen nach innen – öffnet den Raum für Bewegung, Perspektive und eigene Interpretationen. Studierende, Lehrende und Besucher sollen den Neubau aktiv erleben, nicht museal betrachten, sondern den Freiraum der HTW für den eigenen Blick nutzen.




